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Zielkonflikte

Dienstag, den 13 September 2016

Wie Sie richtig entscheiden

Führungskräfte stehen häufig vor Zielkonflikten: Eine Hierarchieebene höher steht ihr Chef, der unternehmerisches Denken verlangt, andererseits sind da die Mitarbeiter, für die sie die Verantwortung tragen. Zielkonflikte verschärfen sich in kritischen Situationen, zum Beispiel bei Restrukturierungen und notwendigen Entlassungen.

    Fallweise entscheiden:
Es gibt keine Automatismen, die Sie davon entbinden, fallweise die verschiedenen Interessenlagen neu auszuloten. Nicht immer ist die Lage so ausweglos, wie sie zunächst scheint. Meistens gelingt es doch, aus dem scheinbar unvereinbaren "Entweder-oder" ein "Sowohl-als-auch" zu machen. Das heißt zum Beispiel, wenn Personalabbau aus Unternehmenssicht notwendig ist, kämpfen Sie zunächst für Ihre Mitarbeiter. Erweist sich das als aussichtslos und werden Entlassungen unvermeidlich, dann sollten Sie sich fair verhalten.
    Ruhe bewahren: Zunächst einmal hilft es, zu erkennen, dass Zielkonflikte nicht Ihr persönliches Problem oder gar Defizit sind, sondern jedem, der Mitarbeiter führt, bekannt sind. Dass zum Beispiel der Vorstand mehr Leistung verlangt, Ihre Mitarbeiter dagegen manchmal mehr Freizeit wollen, passiert nicht nur Ihnen. Nehmen Sie die Gefühle Ihrer Mitarbeiter ernst, aber lassen Sie sich nicht zu stark vereinnahmen. Es nützt nichts, wenn Sie sich unter Druck setzen lassen. Versuchen Sie, auch in angespannten Situationen gelassen zu bleiben. Dann behalten Sie den Kopf frei für neue Ideen.
    Konflikte austragen: Gehen Sie weder den Konflikten mit Mitarbeitern noch denen mit Vorgesetzten aus dem Weg . Anweisungen "von oben" müssen nicht unreflektiert ausgeführt werden. Im Gegenteil: Wenn Sie einen Ihrer Meinung nach besseren Vorschlag haben, spricht es für Sie, wenn Sie diesen zur Diskussion stellen. Lassen Sie auch die Kritik Ihrer Mitarbeiter nicht an sich abprallen, sondern setzen Sie sich konstruktiv damit auseinander.
    Mut zur Entscheidung: Entschlussfreude gehört zu den persönlichen Qualitäten, die von Führungskräften verlangt werden. Wenn Sie merken, dass Ihr Team sich nicht zu einer Entscheidung durchringen kann, dann sollten Sie eingreifen. Ein klares Wort des Vorgesetzten, das eine notwendige Entscheidung herbeiführt, darf nicht mit dem verpönten autoritären Führungsstil verwechselt werden.
    Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch schaffen: Der regelmäßige Austausch von Erfahrungen ist für Führungskräfte ein guter Weg, eigene Problemlösungen mit anderen zu vergleichen und sich bei aktuellen Konflikten Rat von kompetenter Seite zu holen. Es ist daher immer gut, wenn Unternehmen Raum für Fachgespräche schaffen. In solchen Veranstaltungen sprechen Führungskräfte über den Druck, der auf ihnen lastet und suchen mit anderen zusammen nach Entscheidungsstrategien. Wenn Sie in einem eher kleinen Unternehmen arbeiten, dann sollten Sie sich selbst Ihre Sparringspartner suchen, z. B. Freunde oder Kollegen, die vor ähnlichen Aufgaben stehen. Wenn Ihr Budget es hergibt, engagieren Sie ruhig mal einen erfahrenen Coach.