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Betriebliches Gesundheitsmanagement

Donnerstag, den 18 August 2016

Work-Life-Balance fördern

Leistungsdruck und Arbeitsverdichtung in den Unternehmen nehmen kontinuierlich zu. Der ständige Wandel in den Strategien, Organisationsstrukturen und Geschäftsprozessen scheint viele Arbeitnehmer zu zermürben. Nur so ist zu erklären, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen laufend steigt. Unternehmen sind daher gut beraten, ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement aufzubauen und so die Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter zu schützen.


Was Mitarbeiter selbst tun können

Grundsätzlich ist jeder für seine Gesundheit und einen guten Ausgleich zum Job selbst verantwortlich. Unternehmen können aber durch Informationen mithelfen, dass das Wissen dafür bei Mitarbeitern vorhanden ist. Die wichtigsten Regeln für Work-Life-Balance sind neben gesunder Ernährung und sportlichen Aktivitäten z. B.:

  • Abschalten: Stürzen Sie sich nach Feierabend nicht gleich in Freizeitaktivitäten. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um zunächst den Kopf frei zu bekommen.
  • Rituale einhalten: Regelmäßig wiederkehrende Aktivitäten wie das gemeinsame Sonntagsfrühstück mit der Familie, der wöchentliche Sporttermin oder ein Theaterbesuch stabilisieren emotionale Bindungen.
  • Interessen pflegen: Paare reden statistisch gesehen nur wenige Minuten täglich miteinander. Langjährige Freunde verbindet manchmal nur noch die gemeinsam verbrachte Jugend miteinander. Pflegen Sie daher Ihre familiären Beziehungen und sozialen Kontakte. Gemeinsame Erlebnisse steigern Ihre Lebensqualität.
  • Konflikte minimieren: Meiden Sie Ärger in Ihrer Freizeit. Sie kosten unnötige Energien, die Sie benötigen, um Ihren beruflichen Akku wieder aufzuladen.
  • Maß halten: Meiden Sie Freizeitstress. Wer sich nach einem stressigen Arbeitstag noch einen prall gefüllten Terminkalender in der Freizeit zulegt, kommt nicht zur Ruhe. Gehen Sie es ruhig an und genießen Sie die Augenblicke.
  • Sinnhaftigkeit suchen: Machen Sie in Ihrer Freizeit nur dass, was Ihnen wirklich Spaß bereitet und Ihrem Leben einen Sinn außerhalb der Arbeit gibt.


Was Unternehmen noch tun können

Unternehmen können Ihre Mitarbeiter/innen durch ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement dabei unterstützen, ihre Work-Life-Balance zu erhalten.

  • Gesundheitsprävention: Hierzu gehören alle Maßnahmen, die Krankheiten der Arbeitsnehmer/innen vorbeugen, z. B. ergonomische Arbeitsplätze, Unfallschutz, Kampf gegen Mobbing, Sportangebote, gesundes Essen und von Fairness geprägte Unternehmens- und Führungskultur.
  • Eingliederungsmanagement: § 84 des 9. Sozialgesetzbuches verlangt von Arbeitgebern ein Betriebliches Eingliederungsmanagement. Spätestens nach 42 Krankheitstagen müssen verantwortliche Führungskräfte erste Schritte einleiten.
  • Beruf und Familie: Durch personalpolitische Angebote wie Kinderbetreuung (z. B. Betriebskita, Tagesmütter, Kinder am Arbeitsplatz), Teilzeit, Job Sharing oder Home-Office fördern Arbeitgeber die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.  
  • Beruf und Pflege: Unternehmen können ihre Mitarbeiter auch bei dem wachsenden Problem der Angehörigenpflege unterstützen.